Stell dir vor, du diskutierst in deinem Team oder mit einer Kundin ein Thema und bringst viele Ideen und gute Argumente ein. Und dann hörst du: „Ja, aber…“. Einmal, zweimal, dreimal… Zack. Die Stimmung sinkt auf den Nullpunkt. Das kleine Wort ABER macht alles sofort zunichte. Deine Ideen, Argumente und die Stimmung. ABER heißt NEIN und führt zu Stillstand und Frustration. Was folgt? Wir reden uns um Kopf und Kragen, drehen uns im Kreis oder enden in der Sackgasse.

Damit deine Gespräche vorankommen und nicht in der ABER-Sackgasse enden, habe ich hier einen Tipp für dich.

 

ABER heißt NEIN

 

Ja, ABER… heißt NEIN, STOPP und Sackgasse

Was heißt das? „Ja das ist eine gute Idee, ABER dafür habe ich keine Zeit.“

Klar, der Vorschlag ist vom Tisch. Sobald „Ja aber“ kommt… Vergiss es (erst mal, denn unten habe ich noch einen heißen Tipp für dich, wenn du so was hörst).

Jetzt kannst du andere und ihre ABER-Gewohnheit nicht ändern…

Rutscht dir jetzt dieses ABER über die Lippen, weil du die Idee vielleicht erst mal blöd findest oder oder… Stopp. Das Leben spielt dir viele Bälle zu – du kannst sie ins Aus ballern oder einfach aufnehmen und damit spielen. Mit ABER schießt du den Ball direkt ins Aus. Doch mit dem Wörtchen „und“ bleibst du im Spiel.

 

Vergleiche mal…

„Das ist eine gute Idee, ABER dafür habe ich keine Zeit.“
„Das ist eine gute Idee UND lass uns überlegen, ob wir dafür ein Zeitfenster schaffen können.“

 

„Klingt gut, ABER mit Technik kenne ich mich überhaupt nicht aus.“
„Klingt gut UND ich bin gespannt, wie ob ich die Technik gewuppt kriege, weil ich das noch nie gemacht habe.“

 

„Ja gut, ABER bisher haben wir das immer anders gemacht.“
„Ja gut UND was müssen wir beachten, wenn wir es ausprobieren?“

 

 

UND… merkst du den Unterschied?

Das Wort UND gibt Ideen Raum, sich zu entwickeln. UND es gibt immer Lösungen oder neue Ideen. Mit UND bleibt euer Gespräch im Fluss und führt zu Ergebnissen. UND bringt dich und deine Interessentin / deinen Kunden in den Austausch und viel eher auch ins Tun.

 

 

Wie du „Ja, ABER“ vermeiden kannst

Wie kriegst du dieses ABER nun aus deinem Sprachgebrauch? Sensibilisiere dich erst mal dafür. Wann und wie nutzt du es? Reflektiere Gespräche im Nachhinein. Hör dir auch deine Sprachnachrichten an, um dir selbst auf die Spur zu kommen. Lass dich von deinem Partner oder deiner Partnerin darauf hinweisen.

Wenn du dann im nächsten Kunden-Telefonat wieder mit „Ja aber…“ um die Ecke kommst und es rechtzeitig bemerkst, dann fang den Satz einfach noch mal an. Das wird deine Gesprächspartnerin vielleicht merken, jedoch im Positiven. Ihr bleibt ja im Austausch.

 

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Ein gewolltes ABER

Natürlich macht dieses ABER auch manchmal Sinn. Wenn du beim Argumentieren mit Absicht den ersten Teil des Satzes abschwächen willst, dann nutze es. Vielleicht willst du eine Kundin besonders auf etwas aufmerksam machen.

Beispiele:

  • Die Kamera ist günstig, aber dafür hat sie keinen USB-Anschluss.
  • Das Video ist unterhaltsam, aber die Tonqualität schwankt.
  • Deine Argumentation klingt schlüssig, aber ich suche etwas anderes.

ABER heißt nun mal NEIN. Mach dir klar, wie du es einsetzt. UND biete / frag anschließend auch direkt nach Lösungen.

 

 

Allerdings…

…ist ALLERDINGS auch eine Alternative. Dieses Wort macht weniger kaputt als ABER. Es schmerzt nicht so.

 

 

Und wenn du mit Ja-Aber-Sagern zusammensitzt?

Dann bleibe gelassen und spiele den Ja-Aber-Sagern den Ball zum Beispiel wieder so zurück: „Guter Einwand UND was ist dein Vorschlag / deine Idee?“, oder „Mhmmm und jetzt?“ Jemand, der ABER sagt, hat nämlich manchmal eine schlaue Idee. Sie kommt leider oft mit dem grusligen ABER daher.

 

 

Sag NEIN oder UND

Sei neugierig, mutig und offen für Vorschläge oder Argumente. Wenn du „Nein“ zu den Ideen anderer sagen willst, dann tue das ganz klar und sage NEIN! Sonst lass das Wort „aber“ weg und ersetze es durch „und“.

 

 

Alles Liebe – ohne Wenn und ABER

Bianca

 

 

 

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