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Wenn wir aufgeregt sind, plappern wir oft ohne Punkt und Komma. Dabei machen gerade Pausen beim Reden Sinn, wenn du nervös bist. Und sie schenken deinem Publikum Zeit, Zeit um nachzudenken, zu verstehen und dabei zu bleiben. Sprechpausen sind so wertvoll und so unterschätzt. Pausen. Machen. Sinn. …und wirken. Wie du Pausen beim Reden machen kannst und warum sie dich souveräner wirken lassen, das erfährst du jetzt. Und du bekommst Tipps, um das Pausen-machen zu üben.

 

Mach mehr Pausen beim Reden, denn … Pausen. Machen. Sinn.

 

Mach mehr Pausen beim Reden, denn …

Pausen. Machen. Sinn.

Pausen beim Reden sind Pflicht. Punkt. …wenn du verstanden werden und souverän wirken willst, dann solltest du nicht ohne Punkt und Komma reden. Mach Pausen!

Wechseln wir zum Einstieg mal die Richtung gen Publikum. Wie kann es Neues erfassen? Einen Gedanken (weiter)spinnen? Sich eine eigene Meinung bilden? Genau… dein Publikum braucht dafür Pausen. Und diese Pausen musst du initiieren, indem du hin und wieder still bist. Übrigens will das dein Publikum auch. Es will nicht dauerbeschallt werden, sondern (mindestens) geistig mit aktiv sein.

Was passiert aber, wenn du ohne Punkt und Komma quatschst? Deine Zuhörerinnen schalten ab. Es ist nämlich verdammt anstrengend, dir zuzuhören und gleichzeitig über die Informationen nachzudenken, schwierige Wörter zu übersetzen, Zusammenhänge herzustellen, sich eine eigene Meinung zu bilden und auch noch bunte Bilder auf der PowerPoint zu erfassen. Da crasht jedes System irgendwann einmal. Und deswegen verschaffen sich deine Zuhörer dann ihre eigenen Pausen und schalten hin und wieder ab. Das willst du sicher nicht. Und deswegen machen Pausen Sinn – für dich als Rednerin und dein Publikum.

Hast du eine Idee, wieso es diese ganzen Satzzeichen gibt? Der Leserin geben sie Orientierung und zeigen Pausen an. Dem Leser ist mit jedem Punkt und Komma klar, dass ein Gedanke zu Ende ist und wann er atmen kann. Stell dir vor, dieser Text wäre ohne Punkte und Kommas geschrieben… So ähnlich ist Reden ohne Punkt und Komma – ohne Pause. Beim Sprechen musst und solltest du als Redner die Satzzeichen mit Redepausen vorgeben.

Pausen sind nicht nur Verschnaufpausen für dein Publikum. Durch Pausen erhält die nächste Information Wirkung.

 

 

Pausen. Machen. Wirkung.

Pausen wirken, nicht nur bei deinem Publikum positiv. Es gibt noch 3 weitere Wirkungs-Aspekte, weswegen Pausen Sinn machen.

Durch Pausen wird Spannung erzeugt – bis hin zu magischen Momenten. Ich erinnere mich an einige meiner Vorträge, wo ich eine Nadel hätte fallen hören. Das ist so wunderbar, wenn alle den Atem anhalten. Und das was dann darum passiert, bleibt allen besonders in Erinnerung. Wenn du nichts sagst, erhöhst du die Aufmerksamkeit deines Publikums. Es wird neugierig, fragt sich was jetzt kommt… Ich finde diese Momente großartig. „Aushalten muss man das.“ Stimmt. Dazu komme ich noch.

Doch Pausen können noch mehr, als nur Spannung erzeugen. In Pausen kannst du dich mit deinem Publikum verbinden. Du kannst mit deinen Zuhörerinnen in Kontakt treten. Nur du und sie – kein Gequatsche, keine Inhalte, nix. Gerade beim Präsentieren sind wir manchmal so drin, dass uns die Verbindung zum Publikum verloren geht. In Pausen kannst du sie dir wiederholen. Das wissen auch deine Zuhörer zu schätzen.

Last but not least… Mit Pausen verschaffst du dir Wirkung: Eine Souveräne. Auf dein Publikum wirkst du als besonnene und intelligente Rednerin, die sich ihre Worte wohl überlegt, weil sie aus einem riesigen Wissen schöpfen kann. Fantastisch, oder? Du kommst sogar schlauer daher, obwohl du weniger sagst. Ich höre oft, dass Menschen Andere beim Präsentieren kompetent finden, weil sie so gut Reden können und es so angenehm ist, ihnen zuzuhören. Pssst… Es sind (oft) die Pausen.

 

 

Das richtige Wort mag effektiv sein, aber kein Wort war jemals so effektiv, wie eine richtig gesetzte Pause.

Mark Twain

 

 

…und Pausen beim Reden helfen auch dir

In Pausen beruhigt sich dein System. Du hast Zeit zum Atmen. Du hast Zeit dich neu zu fokussieren. Du gewinnst Zeit, für den nächsten Gedanken. Also nimm sie dir – die Zeit ohne Sprechen.

 

 

Wann, wie oft und wie lange du Pausen beim Reden machen kannst

Jetzt gibt es verschiedene Formen von Pausen. Hier drei klassische Pausenarten:

  • Die Pause zu Beginn: Bevor du den ersten Satz deines Vortrages sprichst, machst du eine Pause …und atmest. Das verschafft dir die Aufmerksamkeit deines Publikums und macht Eindruck.
  • Eine Pause VOR einem Wort/ Satz: Diese Art Kunstpause vor einer Aussage macht neugierig. Was kommt jetzt? Die kannst du einsetzen, um dir voll Aufmerksamkeit zu holen und Spannung zu erzeugen.
  • …und NACH einem Wort/ Satz: Sie verstärkt die Wirkung – im positiven wie auch im negativen Sinn. Deine Worte hallen nach. Zusammen mit einem festen Blickkontakt: Unschlagbar. Diese Pause gibt deinen Inhalten auch eine hörbare Gliederung – vergleichbar mit einem Absatz im Schriftlichen.

Jetzt … solltest … du … nicht … nach … jedem … Wort … eine … Pause … machen. … Auch nicht nach jedem Satz. Das ist zu viel, nervt die Zuhörer und kommt abgehackt daher. Vertraue deinem Gefühl. Und mach noch ein wenig mehr Pause. Du wirst im Sprechen merken, wie es passt.

Eine Pause kann manchmal nicht lang genug sein. In unserem eigenen Empfinden dauert eine Pause meistens eine Ewigkeit und viel zu lange. Doch fragst du eine Zuhörerin, könnte sie oft noch etwas länger sein. Unser eigenes Gefühl täuscht uns manchmal. Als Daumenregel: Einatmen – Ausatmen.

 

 

Wie du „mit Pausen sprechen“ lernst

Um ein Gefühl für Pausen – für ihre Wirkung, Häufigkeit und Länge zu bekommen, empfehle ich dir, es zu üben. Nimm dir dein Skript oder vielleicht hast du deinen Vortrag auch im Kopf und nimm dich auf. Erstmal als Rohversion und so wie dir der Schnabel gewachsen ist. Dann hör dir das an, weil du so ein Gefühl bekommst, an welchen Stellen eine Pause nötig und sinnvoll ist.

Markiere dir diese in deinem Skript. Markiere dir auch die Stellen (vor oder nach dem Wort), an denen du deinen Worten mehr Ausdruck verleihen willst. Und dann übe deine Präsentation, indem du bewusst und lange Pausen an diesen Stellen lässt (und es ist auch erstmal egal, ob das super ist).

Nach und nach bekommst du ein Gefühl, wie oft, wann oder wie lange du Pausen beim Reden machen kannst.

Hast du einen Partner, dann trage deine Präsentation vor und lass dir von dieser Person mit Handzeichen anzeigen, wann eine Pause gut wäre. Auch das trainiert dich gut, weil du so direkt ein Gefühl von der anderen Seite der Bühne bekommst.

 

 

Aber… Ich traue mich nicht Sprechpausen zu machen

Und jetzt das brennende Anliegen: „Aber nachher quatscht mir jemand dazwischen.“ Das ist eine Angst, die in ganz vielen Fällen unbegründet ist. Ich erlebe das sehr selten und wenn dann sind es die üblichen Pappenheimer und manchmal die, die gerade gern selbst im Mittelpunkt stehen wollen. Dem kannst du übrigens sehr wirkungsvoll entgegenwirken, indem du mit deinem Publikum im Blickkontakt bleibst. Deine Körpersprache sendet das Signal: Ich habe noch nicht fertig. Schaust du allerdings in den Pausen weg, dann schnappt sich jemand Anderes schnell das Wort, denn es sieht so aus als ob du fertig bist.

Ich glaube nicht, dass uns Pausen, in denen jemand reinredet Angst machen, sondern eher die Situation auf dem Präsentierteller zu stehen und angeschaut zu werden. Das macht uns nervös und so sprechen wir schneller …und manchmal ohne Punkt und Komma. Souverän wirkt das leider nicht! Fokussiere dich auf die positiven Effekte von Pausen beim Sprechen. Denn jemand der scheint, dass er was zu sagen hat, den unterbricht man erst recht nicht.

 

 

Und du… Bist du ein Pausenmensch? Oder knackst du Weltrekord im Schnell-Sprechen?

Bianca

 

 

Photo by Canva

 

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Bianca Grünert

Hallo, ich bin Bianca Grünert und ich mache Menschen fürs Präsentieren 4.0 und die Momente auf dem Präsentierteller oder vor der Kamera fit, damit sie sicher und überzeugend auftreten. Außerdem rede ich selbst gern ...auf Veranstaltungen und Festen.
Bianca Grünert