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Fast jeder macht sich vor einem Vortrag (oder Video, Posting, Workshop, …) Gedanken darüber, was andere sagen und wie sie das finden, was wir ihnen präsentieren. Meist mit einem unguten Gefühl. ‚Wenn andere kein gutes Haar an meiner Präsentation lassen…‘ Manche lähmt das regelrecht und andere schmeißen vorher noch ihr ganzes Konzept um. Die Meinung anderer ist uns eben wichtig, doch sollten wir uns davon auch nicht allzu verrückt machen lassen. Was andere sagen, denken oder meinen, haben wir ja doch nicht in der Hand. Wie du aber mit dieser Unsicherheit und dem unguten Gefühl umgehen kannst, dazu bekommst du 3 Tipps. Du erfährst auch, was ich mache, wenn jemand kein gutes Haar an mir lässt und wieso ich die „Ist mir egal was andere sagen“-Denke blöd finde.

 

Was andere sagen könnten… 3 Tipps, damit dich diese Gedanken nicht verunsichern.

 

Was andere sagen könnten… 3 Tipps, damit dich diese Gedanken nicht mehr verunsichern.

 

Warum wir uns Gedanken machen, was andere sagen könnten

Die Angst davor, dass andere nach unserer Präsentation kein gutes Haar an uns lassen, treibt vielen den Schweiß auf die Stirn. Wenn ich jetzt schätze, wie viele meiner Kunden sich Gedanken darüber machen, was andere denken, dann sind es fast alle. Davon tangiert es die Einen weniger. Sie können sich von diesen Gedanken leicht ablenken. Andere – und das sind viele – verunsichert das vor einem Vortrag sehr. Manche lässt das sogar nicht gut schlafen.

Doch warum machen wir uns so viele Gedanken darüber, was andere sagen? (Okay, es gibt die Prüfungssituationen. Da ist das normal, denn da wollen wir durchkommen. Doch um die geht es hier nicht.)

Unseren Selbstwert machen wir zu einem großen Teil davon abhängig, ob uns andere ein gutes Feedback geben und uns mögen. Gutes Feedback ist unheimlich wichtig für uns. Wir möchten gelobt (oder mindestens nicht getadelt) werden und wollen, dass das und wie wir etwas Präsentieren gut ankommt. Wir brauchen die Anerkennung und das Gefühl, unseren Platz in der Crowd zu haben. Wir sind Bindungstierchen – und werden es wohl bleiben. Und machen unseren Selbstwert davon abhängig – mal mehr, mal weniger.

 

 

Keine Anerkennung zu bekommen, macht uns Angst

Aus diesem Grund verunsichert es uns besonders vor Präsentationen, von anderen negativ bewertet zu werden. Wir machen uns viele Gedanken, wie wir und unser Thema ankommen. Gedanken á la: Die anderen denken bestimmt, ich habe es nicht drauf. Wenn die meine Idee blöd finden. Ich mache mich lächerlich. …

Viele malen sich solche Situationen aufs Schlimmste aus. Diese Gedanken kannst du schlecht stoppen, denn… Und jetzt eine gute Nachricht: Sie haben eine wichtige Funktion. Sie wollen dich schützen. Schützen vor dem Liebesentzug, vor der Scham und der Einsamkeit. Sie sagen dir damit, dass du dich gut auf deine Präsentation oder deinen (virtuellen) Auftritt vorbereiten sollst – inhaltlich und auch auf dein Publikum bezogen.

Was andere sagen könnten – über uns, unsere Klamotten, was wir gesagt haben, wie wir etwas präsentiert haben, was unsere Meinung ist, unsere Idee, … bekommt deswegen so viel Gewicht. Doch…

 

 

Das ist nur in unserem Kopf so groß

Denken andere wirklich so viel über uns nach, wie wir denken? Reden andere wirklich viel über uns und das was uns im Kopf herumgeistert? Klar stehst du bei einem Vortrag im Mittelpunkt. Die Welt dreht sich gerade um dich und deine Inhalte. Aber sie ist nicht sooo präsent, wie du denkst.

Kleines Gedankenexperiment: Du sitzt jetzt im Publikum.

Wie viele Gedanken hast du dir über den Redner gemacht? Wie genau und wie tief hast du über die Rednerin nachgedacht? Hast du alles wahrgenommen, was passierte? Und alles bewertet? Wie lange danach, war dir die Rednerin noch präsent? Stunden, Tage…

Wenn ich an meinen letzten (und sogar guten) Vortrag als Zuhörerin denke… Ich muss schmunzeln, denn es war eine Winzigkeit Gedanken, die ich mir während und nach dem Vortrag machte – besonders über den Redner. Und wenn ich an Videos denke, dann habe ich sowieso schon weiter geklickt, wenn es mir nicht gefallen hat.

Das klingt jetzt oberflächlich. Ist es auch. Aber wenn wir mal ehrlich sind… Menschen machen sich weniger Gedanken über dich, als du denkst. Menschen denken nämlich lieber, länger und öfter über sich selbst nach. Damit sind sie genug beschäftigt. Für Andere ist da wenig Platz – und viel weniger, als du denkst.

Hier habe ich dir jetzt schon den 1. Tipp reingeschmuggelt: Mach die Angst in deiner Vorstellung nicht so groß. Die Realität sieht nämlich anders aus.

 

 

Warum ich nichts von der „Ist doch egal was andere sagen“ – Denke halte

Vielleicht denkst du jetzt: Super, dann mache ich mir jetzt keine Gedanken mehr, was andere sagen könnten…

Davon halte ich gar nichts. Das ist Tschakka! und wer mich kennt, weiß wie sehr ich bei sowas die Augen verdrehe. Eigentlich wollte ich diesem Exkurs gar nicht machen und dir nur Tipps geben, wie du gelassener mit der Bewertungs-Denke umgehst. Doch beim Schreiben merkte ich, wie mir das auf der Seele brennt. Und es muss raus. So long…

Oft lese und höre ich, dass man nur sich selbst genug lieben muss, dann ist egal, was andere denken. Da ist sicher bis zu einem gewissen Punkt was dran. Ich glaube, ich bin schon ordentlich selbstverliebt, doch mich interessiert trotzdem, was andere denken. Und gleichzeitig verunsichert es mich auch. Okay, das ist jetzt ein Spagat, doch ich habe meine Gründe (und vielleicht erkennst du dich wieder).

Ich habe nämlich blinde Flecken. Einige. Manchmal finde ich mich total großartig. Dann bin ich froh, wenn mir mal jemand in den Hintern tritt und mir sagt, was ich an welchen Stellen suboptimal rüber gebracht habe. Ich will das Feedback. Mich interessiert jedes Haar in der Suppe. Ich will wissen, was andere denken. Sie sollen mir das auch sagen. Denn wie soll ich mich verbessern, wenn ich auf die Meinung der anderen pfeife und nur in meiner blinden Blase schwimme.

Sicher ist nicht jedes Feedback angebracht und manche trollen ihren Senf – manchmal noch nicht mal direkt in mein Gesicht. Das tut weh und macht mich traurig. Da muss ich auch erstmal atmen (manchmal eine Nacht drüber schlafen oder weinen), doch dann sortiere nach Aschenputtel-Art: Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten… Und wenn ich meine Hand aufs Herz lege, dann bekomme ich in der Realität (und du sicher auch) eher konstruktives Feedback, als Trollalarm.

Andersrum heißt das auch, das mir Andere wichtig sind; dass mir das „Wir“ wichtig ist. Ich fühle mich einfach besser, wenn mich andere mögen und ich sie auch. Das Leben ist einfach entspannter, wenn wir wissen woran wir sind und was wir tun können, um wieder gut miteinander zu sein. Dazu müssen wir uns halt manchmal dafür interessieren und es auch sagen, was wir vom Anderen denken.

Ein letzter Punkt und dann ist gut mit meinem Exkurs: Wenn mir jemand widerspricht, hilft mir das, meine eigene Meinung zu überprüfen. Dann fühle ich, wie sehr ich wirklich hinter meiner Aussage, Meinung oder Idee stehe.

Meine Haltung ist: Durch die Meinung anderer gewinne ich mehr, als ich verliere. Jetzt habe ich dir doch noch den 2. Tipp mitgegeben: Heiße das Feedback willkommen – statt es zu verteufeln und zu vergrübeln. Es hilft dir.

Statt die Gedanken, was die anderen über mich sagen wegzudrücken, heiße ich sie freudig willkommen, weil sie mir helfen – besser zu werden, gute Beziehungen zu führen und meine Meinungen zu prüfen.

Vielleicht (und hoffentlich) entspannt dich diese Haltung genauso wie mich.

 

 

Gib den Gedanken nicht so viel Macht und Energie

Die Angst vor dem, was andere sagen, bekommt genauso viel Macht, wie du diesen Gedanken gibst. Mach dich und einen Selbstwert nicht davon abhängig, um jeden Preis nur gutes Feedback zu bekommen. Das hast du nicht in der Hand. Vielleicht gefällt jemandem einfach deine Haarfarbe nicht oder er wurde zwangsverpflichtet deinen Ausführungen zuzuhören. Da machst du nichts. Du bekommst nur graue Haare, schmeißt dein Konzept vielleicht nochmal um und dann wieder zurück oder du hast eine unruhige Nacht. Wisse, dass andere etwas, aber auch nicht allzu viel über dich denken – doch gib diesen Gedanken nicht so viel Macht und Energie.

Vielleicht kannst du deinen Fokus und deine Energie auf was anderes richten. Auf den persönlichen Gewinn durch das Feedback anderer zum Beispiel. Oder auf ein gutes Buch, einen Film oder Andere. Oder tanke vor einem Vortrag ordentlich Selbstvertrauen – irgendwo mit irgendwem. …und bereite dich einfach verdammt gut vor. Auch das lenkt dich ab und lässt die bösen Gedanken, was andere sagen könnten nicht zu groß werden.

Tipp 3 heißt ganz simpel: Richte deinen Fokus anders (und stärkend) aus und lass dir so von den Gedanken nicht den Schlaf rauben.

 

 

Wenns dann doch ganz Dicke kommt

Jetzt kann es dich doch treffen… Dicke. So dass du schlucken musst oder sogar heulen. Jetzt bloß keine Schnellschüsse. Ich sage mir innerlich – oder auch mal laut: Darüber werde ich nachdenken. Und dann schlüpfe ich in Aschenputtels Rolle: Die Guten ins Töpfchen, die … Ob ich mich mit Trollen und Hatern lange beschäftige, kommt drauf an. Meine Person darf niemand ohne Grund angreifen. Mein Verhalten, meine Themen oder Inhalte schon. Darüber können wir reden. Vielleicht ändere ich meine Meinung – vielleicht nicht.

Und auch hier mein heißer Zusatz-Tipp für dich: Was ist für dich an Hinweisen brauchbar i. S. von hilfreich für deine Entwicklung. Was willst und kannst du umsetzen? Richte darauf deine Energie. Alles andere kannst du scannen und löschen oder speichern – für später einmal oder nie. Ziehe aus den Gesagten deine Schlüsse und verändere das, was du verändern kannst.

 

Und dann haben manche Menschen einfach auch manchmal eine Meinung, die gar nicht deine ist. Das ist okay. Die werden dich eben nicht mögen. Doch da sind viele viele andere in deiner Crowd, die das tun, dir wohlgesonnen und froh sind, dass es dich gibt. Ich bin mir sicher. Schau ganz genau hin!

Oder nutze meine Workshops, um dir hilfreiches Feedback zu holen, Erfahrungen zu sammeln und um dich in einem geschützten Raum auszuprobieren.

Bianca

 

 

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Bianca Grünert

Hallo, ich bin Bianca Grünert und ich mache Menschen fürs Präsentieren 4.0 und die Momente auf dem Präsentierteller oder vor der Kamera fit, damit sie sicher und überzeugend auftreten. Außerdem rede ich selbst gern ...auf Veranstaltungen und Festen.
Bianca Grünert