0221-96716560 bg@starkmitworten.de

Nehmen dich beim Präsentieren deine Zuhörer nicht voll wahr und fangen an sich zu unterhalten? Oder wirst du in Meetings manchmal einfach nicht gesehen? Oder: Bleiben die manchmal Menschen im Gedächtnis? Viele sagen, dass sie besser wahrgenommen werden und sich mehr Ausstrahlung wünschen.

Eine starke Botschaft und relevante Inhalte helfen dir zwar, doch allein mit Worten funktioniert das nur bedingt. Die Anderen kannst du nicht ändern. Was nun?

Es gibt zwei andere Wege, damit du Ausstrahlung gewinnst und präsenter wirkst: Der eine liegt innen – in dir – und er andere ist außen – in dem, wie du auftrittst und dich zeigst. Und so, wie es auf jedem Weg vieles zu entdecken ist, gibt es bei beiden Wegen viele einfache Dinge, die dir mehr Präsenz und Ausstrahlung verschaffen – dich wirkungsvoller machen.

Du bekommst jetzt viele Tipps, um durch mehr Präsenz und Ausstrahlung mehr Wirkung beim Reden und Präsentieren zu haben – auch im Leben außerhalb vom „Bühnenkosmos“ sind diese sogar auch zu gebrauchen. 

 

Wie du Ausstrahlung beim Reden gewinnst und präsenter wirkst

 

Wie du Ausstrahlung beim Reden gewinnst und präsenter wirkst

Bevor du gleich erfährst, wie du durch eine entsprechende Körpersprache präsenter wirst, lass uns auf das Wichtige „Innen“ schauen.

 

 

Ausstrahlung hast du nur, wenn du „im Moment“ bist

Willst du eine stärkere Ausstrahlung haben, dann suche sie nicht irgendwo. Du findest und hast sie nur im Moment. „Präsenz ist mehr als nur eine Zeitform.“ sagt Rene Borbonus in einem Vortrag. …obwohl mit Zeit hat es schon etwas zu tun.

Mal Hand aufs Herz (und da schließe ich mich nicht aus): Wie oft sind wir körperlich anwesend, doch mit unseren Gedanken ganz woanders? Unsere Gedanken wandern mal in die Vergangenheit – mal in die Zukunft. Gedanklich sind schon bei den Gesprächen danach oder noch bei dem was vorher war. Wir sind selten im Hier & Jetzt – im Moment und das merken unsere Zuhörer.

Was tun? Die Lösung ist einfach – die Umsetzung… naja, braucht etwas Disziplin. Doch erstmal die Lösung.

Frage dich (mindestens vor deinem ersten Satz): Wie präsent bin ich jetzt genau in diesem Moment? Wo stehst du auf einer Skala von 0 bis 10 (wenn 0 nur dein Körper da ist und 10 bedeutet, dass du mit jeder Zelle deines Körpers und deinen Gedanken voll und ganz da bist)? Mehr als 8 ist super! Weniger, dann hole dich selbst in den Moment. Das kannst du machen, indem du dich auf dich besinnst – deine Atmung, wie stehen deine Füße, was machen deine Schultern, was dein Gesicht, …? Oder du orientierst dich im Raum der da ist/ der Situation: Wie hoch ist die Decke, wer ist noch im Raum, welche Gegenstände nimmst du wahr, um was geht’s (dir)…?

Das ist ganz leicht und das Ganze dauert auch nur ein paar Sekunden. Die sind es wert! Denn indem du voll und ganz da bist, wirkst du auch präsenter und hast mehr Ausstrahlung. Die nehmen dich mehr wahr. Du bist ja auch da!

Verlierst du beim Reden dein Publikum, kann es sein, dass deine Gedanken an die Reaktionen danach wandern oder du daran denkst, was du in der Vorbereitung vielleicht vergessen hast. Das ist aber alles gerade nicht so wichtig. Was zählt ist der Moment, in dem du da vorn stehst. Die Anderen können zwar deine Gedanken nicht lesen, aber sie merken, wenn du gedanklich abdriftest. …und warum sollen sie das dann nicht auch?

 

Jetzt zur Umsetzung: Im Eifer des Gefechts vergisst man das ganz schnell. Schnell ist man wieder weniger da, sondern noch oder schon dort.

Helfe dir selbst, indem du dich beim Reden erinnern lässt: von einem kleinen bunten Punkt auf deinen Unterlagen oder einem Stift oder … Markiere und ankere dir Hilfen. Du kannst ja nicht alles im Kopf haben 😉. …und wenn du merkst, dass du unter einer „8“ bist, dann konzentriere dich vielleicht auf deine Atmung, positive Menschen im Raum, deine nächsten Schritte, den nächsten Punkt, denn du ansprechen willst… Das Ganze ist auch eine Gewohnheit: Je öfter gemacht, umso leichter und automatischer wirst du in den Moment kommen oder sein.

Vergleichen kann man diese auch mit dem Flow, wenn man Dinge tut, die sich fast von allein tun und bei denen du voll fokussiert und im Moment bist.

 

Nur nur wer respektvoll und wertschätzend anderen gegen übertritt, bekommt Aufmerksamkeit und gewinnt Ausstrahlung. Klick um zu Tweeten

 

Präsenz ist auch eine Frage der inneren Haltung

Auch hier fange ich wieder mit einem Zitat an. Goethe sagte einmal „Nichts ist drinnen, nichts ist draußen; denn was innen, das ist außen.“

Die richtige innere Einstellung ist eine gute Voraussetzung, um im Außen positiv zu wirken. Stichworte sind hier beispielsweise Selbstvertrauen, Respekt, Wertschätzung, Ziele, … Nur nur wer respektvoll und wertschätzend anderen gegen übertritt, bekommt Aufmerksamkeit und gewinnt Ausstrahlung.

Andere merken, ob du mit einer positiven oder negativen Einstellung da vorne stehst.

Nun sind nicht alle Tage rosig. Leider ist das anderen egal. Sie sehen, was sie sehen. Deswegen solltest du darüber nachdenken, die Wolken für die Zeit da vorne beiseite zu schieben. Bring dich in die richtige Stimmung.

Mir hilft dabei ein positiver Satz, den ich gebetsartig vorher zu mir sage. Manche nennen es Mantra. Im Interview vom Podcast verriet mir Ben, das seinen Satz: „Ich bin der Gastgeber dieser Party.“ Das habe ich sogar selbst schon oft probiert und ja… es hilft.

Jetzt musst du nicht gebetsartig vor dich hin murmeln, sicher hast du selbst eine Idee, dich in eine energievolle und gute Stimmung zu bringen. Ob tanzen, singen, springen, mit Freunden telefonieren, spazieren… Dein Publikum wird das spüren.

Danach kannst du die Wolken ja wieder aufziehen lassen.

Und wenn das Innere noch nicht hilft, dann lass dir von deiner Körpersprache außen helfen.

 

 

Das gewisse Etwas

Man hat es oder man hat es nicht? Ich behaupte, jeder kann Präsenz, Ausstrahlung, Charisma, Personality, … gewinnen. Wie man es auch nennt: Menschen, die das gewisse „Etwas“ haben, nehmen wir bewusster wahr. Sie bleiben uns im Gedächtnis. Sie ziehen uns in ihren Bann. Wer präsent ist, wirkt. Und das hinterlässt Eindruck. Präsenz zeigen bedeutet: sich und seine Botschaft sichtbar machen – auch äußerlich.

Doch was machen die, an die man sich erinnert?

Die Zutaten heißen Raum und Zeit mittels nonverbaler Signale. Diese können klein/groß und schnell/langsam sein. Sie schaffen oder nehmen Präsenz und Ausstrahlung.

Schauen wir zunächst auf die anderen – auf die, die ungesehen und ungehört bleiben. Wie verhalten sich die Unsichtbaren? Achte mal genau darauf, wie viel bzw. wie wenig Raum und Zeit sie beanspruchen.

 

Eine (nicht ganz ernst gemeinte) Anleitung zum Unsichtbar-Sein
  • Wenn du einen Raum betrittst, gehe schnell schnurstracks zu deinem Platz – am besten irgendwo am Rand.
  • Sobald du die Augen eines anderen erblickst, schaue sofort weg – am besten auf den Boden.
  • Lass deine Körperspannung zu Hause. Ob im Stehen oder sitzen: Deine Muskulatur sollte sich ausruhen. Deine Atmung ist flach, leise und schnell.
  • Mache dich im wahrsten Sinne des Wortes klein und schmal. Lege deine Arme eng an den Körper; Deine Hände können auch in den Hosentaschen verschwinden. Die Beine stellst du am besten eng aneinander oder verschlingst sie umeinander. Die Hüfte kann gern einknicken.
  • Alle Bewegungen führst du schnell aus. Gesten sind ok, aber sie sollten klein sein. Bewege nur das Handgelenk.
  • Rede schnell, mit piepsiger und leiser Stimme.

Achtung: Nur wenn du gern mal übersehen werden willst, mache es genauso.

 

 

Raum und Zeit sind Zutaten für eine starke Wirkung

Wie spricht dein Körper? Wenn du besser wahrgenommen werden willst, dann habe ich jetzt ein paar Körpersprache-Tipps für dich.

Atme ruhig und geh langsam durch einen Raum. Deine Bewegungen strahlen Ruhe aus. Deine Arme und Hände sind aktiv und machen große Gestiken. Wegen deiner Körperspannung kannst du eine aufrechte Haltung einnehmen. Deine Füße stehen hüftbreit auseinander, was dich automatisch breiter und größer erscheinen lässt. Du nimmst Raum ein. Ganz wesentlich: Du nimmst aktiv Blickkontakt mit anderen auf und hältst diesen angemessen lang.

Neben Raum, nimmst du dir auch Zeit. Beim Antworten, im Sprechen, in der Gestik – in allen Bewegungen und sogar beim Atmen. Keine Angst, dir wird niemand ins Wort fallen, denn Pausen schaffen Wirkung. Ruhige Bewegungen wirken viel angenehmer als hektisches Rumgezappel.

 

 

Das alles – innen und außen – sind Zutaten für eine starke Ausstrahlung. Suche dir aus, was dir schmeckt und was du brauchst, um besser wahrgenommen zu werden und mehr Eindruck zu hinterlassen.

Bianca

 

 

Bianca Grünert

Bianca Grünert

Hallo, ich bin Bianca Grünert und ich mache Menschen fürs Präsentieren und die Momente auf dem Präsentierteller fit, damit sie sicher und überzeugend auftreten.
Bianca Grünert