Hast du eine Idee, was eine Präsentation, die am Ende nichts gebracht hat, kostet? Von den Nerven ganz zu schweigen? Wir machen jetzt mal die Rechnung auf. Und nicht nur in Zahlen, sondern auch was das Gefühl und die beruflichen Chancen angeht. Vielleicht wirst du nach diesem Beitrag deinen Präsentationen mehr Aufmerksamkeit schenken. Gut Präsentieren lohnt sich auch – nicht nur finanziell. Wieso erfährst du in diesem Beitrag.

 

Wieso du unbedingt gut präsentieren musst - Oder: Was Präsentationen kosten, die nichts bringen.

 

Wieso du unbedingt gut präsentieren musst

 

Oder: Was Präsentationen kosten, die nichts bringen.

 

„Die 30 Minuten kosten die Firma jedes Mal knapp 1000 Euro.“, sagte Dirk empört im letzten Präsentationstraining. Nun saß Dirk da und hat sich „mal ein ordentliches Präsentationstraining verschrieben“ (wie er es nannte). Menschen wie Dirk müssen hin und wieder mal präsentieren. Das hat ihnen aber niemand beigebracht. Es gehört aber zum Job. Zum Job gehört auch, aktuelle Projekte zu präsentieren, Produkte oder Dienstleistungen vorzustellen oder über neue Ideen zu sprechen. Dirk hat etwa einmal im Monat so einen Termin bei potenziellen Kunden. Dirk hat keine Probleme seine Angebote zu präsentieren und das Produkt ist top, doch irgendwie zündeten seine Präsentationen nicht so.

Er erzählte, dass die letzten 7-mal kein Auftrag entstanden ist. Eine 30-minütige Präsentation, die am Ende nichts bringt, kostet seine Firma etwa 1000 Euro. Das Ganze mal 7.

 

 

Machen wir mal die Rechnung auf

Ich gehe jetzt von einem durchschnittlichen angestellten Menschen aus – Job, Gehalt, Zeitmanagement. Wenn man für jede Minute Redezeit 30 Minuten Vorbereitungszeit rechnet, dann kommt man bei einer halbstündigen Präsentation auf 2 Arbeitstage. Vorbereitungszeit meint alles von der Materialsammlung, Struktur, PowerPoint, ….

Nehmen wir mal an, man kostet seiner Firma oder seinem Unternehmen 30 EUR pro Stunde, dann sind wir bei etwa 500 Euro. Kommen dann noch Reisezeiten, Reisekosten, Ausfallzeiten dazu… Dann bist du schnell bei über 1000 Euro. Für 30 Minuten. Ja, du bist ganz schön wertvoll.

Ich mach es noch wilder… Es gibt dabei Menschen, die dir zuhören und dir ihre Zeit schenken. Auch die kosten was, allein dass sie da sind. Das kannst du gern dazu rechnen.

Da meine Artikel auch viele Selbständige lesen… Hier kommt die Rechnung für euch: Wenn wir von 85 Euro pro Stunde ausgehen, dann kostet das mit 2 Tagen Vorbereitung schon 1360 Euro. Falls Reisekosten und weitere Zeiten dazukommen… Da ist man als Selbständige schnell bei 2000 Euro und mehr. Für eine Präsentation. 30 Minuten. Wertvoll.

Menschen, die gut präsentieren, denken jetzt vielleicht „Na und. Ist doch klar, dass das meine Firma was kostet.“ Stimmt. Doch nur, wenn am Ende was „bei rum kommt“ – neue Aufträge, Projektmittel, … Wenn man das Ziel der Präsentation erreicht. Das war bei Dirk jedenfalls nicht so. Und dann ist es als Firma oder Einzelner Zeit, in Präsentationsskills zu investieren.

Das Investment lohnt sich noch in anderer Weise: Emotional.

 

 

Wenn du vor lauter Blockaden nicht mehr gut präsentieren kannst

Dirk hatte da noch was Anderes. „Bei jeder nächsten Präsentation gehe ich verkrampfter an die Sache ran und mache mir richtig einen Kopf.“ Schlecht geschlafen hat Dirk vor jeder Präsentation auch. Und wer innerlich verkrampft, blockiert und unsicher ist, der hat auf der Bühne mehr zu arbeiten. Gut Präsentieren kannst du nämlich nur, wenn du voll und ganz da bist und nicht mit deinen Gedanken (ans mögliche Versagen) kämpfst.

Jede Präsentation, bei der das Ziel nicht erreicht wird, hinterlässt beim Redner ein Geschmäckle und ein blödes Gefühl. Das brennt sich auf unserer Festplatte ein – mal mehr, mal weniger, mal unbemerkt. Es entzieht uns (manchmal unbemerkt) innere Stärke, die wir für eine gute Präsentation und Performance brauchen. Und die uns schon in der Vorbereitung auf einen Vortrag blockiert und uns kein gutes Gefühl gibt.

Wie schön wäre es fürs eigene Gefühl, wenn es dann irgendwann mal wieder klappt – mit einer guten Präsentation und mit einem neuen Auftrag (wobei Beides nicht unmittelbar in Zusammenhang steht). Jede Präsentation, nach der du sagen kannst, ‚Ich habe mein Bestes gegeben und es war gut.‘ gibt dir für weitere Reden Auftrieb und Selbstvertrauen.

Das hilft dir auch beruflich.

 

 

Präsentationsfähigkeiten sind so wertvoll wie nie

Jetzt sind wir in Zeiten angekommen, in denen wir sekündlich mit Informationen geflutet werden. Wir schreiben jetzt zwar viel – doch wir reden auch in 4.0 Zeiten immer noch – auch viel. Klar im Vorteil sind die, die relevante Inhalte relevant aufbereitet, präsentieren. Auch die, die klar, verständlich und strukturiert ihre Ideen, Leistungen oder Meinungen vortragen. Ob Angestellt oder Selbständig… Wenn du beruflich weiterkommen willst, dann musst du gut präsentieren können.

Gute Redefähigkeiten sind kein Add-on, sondern sind und bleiben ein Must-have. Menschen werden auf dich aufmerksam, wenn du gute Präsentationsfähigkeiten hast. Wenn du relevante Informationen spannend und auf den Punkt lieferst. Vielleicht lauert hinter der nächsten Präsentation schon ein neuer Kunde oder ein neuer Job?

Präsentationsskills bringen dich beruflich (und finanziell) weiter. Fehlende Präsentationsskills kosten – persönlich und beruflich.

 

 

Es gibt Hoffnung: Training.

Das waren jetzt eher graue Gedanken und Zeilen. Jetzt kommt was Aufmunterndes. Gut Präsentieren ist jetzt kein Hexenwerk. Jeder Mensch kann das Lernen. Bei dem Einen braucht es ein bisschen mehr Zeit, bei Anderen weniger. Manche brauchen nur punktuell Support und andere brauchen Rhetorik von der Pike auf. Alles egal.

Gut Präsentieren ist für Jeden und jedes Thema machbar. Mit Präsentationstrainings spart man nicht nur Personalkosten, sondern auch Nerven. OK, ist auch erstmal eine Investition, doch langfristig gerechnet… Präsentationen, die nichts bringen, kosten weitaus mehr.

 

Auf das deine Präsentationen etwas bringen

Bianca

 

 

PS:

Dirks nächste Präsentation war erfolgreich. Dabei hat er zunächst nur seinen Einstieg verändert. Und da dieser ihm beim Präsentieren auch ein gutes Gefühl gegeben hat, lief der Rest von allein. Glückwunsch. Den kann Dirk nicht so annehmen. „Die waren sowieso schon ganz wild darauf.“ Dirk meint, es war ein leichtes Spiel. Kann sein. Doch erfolgreich war es trotzdem. Da hat auch Dirk seinen Anteil dran. Doch das mit der Selbstwirksamkeitszuschreibung ist ein anderes Thema…

 

 

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