„Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Haben Sie noch Fragen?“ So oder so ähnlich klingen oft die letzten Worte bei Präsentationen. Mal ehrlich: Langweiliger geht es kaum, oder? …und soll das alles sein, was am Ende bleibt? Auf keinen Fall! Deine Vorträge oder Videos solltest du unbedingt eindrucksvoller beenden. Hier kannst du nochmal richtig punkten; eine Wirkung schaffen, die positiv nach klingt. Vielleicht sogar neue Kunden gewinnen und auf deine Angebote aufmerksam machen. Was solltest du also vermeiden? Wie kannst du deine Präsentationen beenden und den besten Eindruck hinterlassen?

 

Wie du Präsentationen und Videos eindrucksvoll beendest

 

 

Bähm… Präsentationen beenden

Nicht nur der Anfang ist wichtig. Auch am Ende kannst du deine Präsentation oder ein Video noch richtig vermasseln. Menschen wollen nämlich bis zum Ende bestens unterhalten – oder nochmal wachgerüttelt werden. Vor allem für deinen persönlichen Eindruck und deinen beruflichen Erfolg solltest du dir deinen Ausstieg gut überlegen. Schließlich willst du mit deiner Präsentation etwas erreichen – deine Expertise zeigen, auf deine Dienstleistungen aufmerksam machen, Newsletter-Abonnenten gewinnen etc. Nebenbei kannst du so auch noch den einen oder anderen Patzer ausmerzen. Denn so wie der Anfang ist auch der Schluss entscheidend für deine Wirkung – auch der letzte Eindruck bleibt.

 

 

Ein schwacher Abschluss macht einen schwachen Eindruck

Kennst du das? Der Vortrag oder das Video war eigentlich schon zu Ende. Eigentlich. Und dann wird am Schluss doch noch ein „neues Fass aufgemacht“. Vielleicht weil der Redner oder die Rednerin noch etwas vergessen hat? Ende ist jedoch Ende. Punkt. Aus. Micky Maus. Wenn dir zum Schluss noch etwas einfällt, dann lass es weg. (PS: Dein Publikum weiß das ja nicht.) Behalte es für dich. Liefere Wichtiges lieber nach (als Mail, neues Video). Sorge für ein starkes Ende, dass keine neuen Ideen mehr aufgreifen muss.

Schlimmer noch:

Es gibt keinen erkennbaren Abschluss, sondern die letzten Worte sind abrupt „So, das war es jetzt von mir.“ Manchmal begleitet mit einem Mini-Hüpfer und einem unsicheren Grinsen.

 

Oder der Vortragende bedankt sich höflich für die Aufmerksamkeit zusammen mit einer schicken Power-Point-Folie auf der ein „Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit!“ meist mit einem lustigen Bildchen erstrahlt. Damit machst du dich klein und schwächst deine Wirkung. Wieso bedankt sich eigentlich eine Power-Point-Folie und nicht du allein? …und woher weißt du, dass deine Zuhörer aufmerksam waren?

Das kannst du alles besser machen.

 

 

Wie du Präsentationen und Videos eindrucksvoll beendest

So hinterlässt du den besten Eindruck. So machst du deinen Vortrag oder dein Video rund. So kommen Menschen in Aktion. Und so unterstreichst du am Ende nochmal deine Kompetenz.

 

  • Kündige dein Ende an. Am besten hast du deinem Publikum bereits zu Beginn eine Struktur oder eine Agenda gegeben. Menschen sollten zu jeder Zeit deiner Rede wissen, an welcher Stelle du gerade bist. So kommt das Ende nicht überraschend. Und doppelt hält besser. Zusätzlich kannst du auch mit abschließenden Sätzen das Ende einleiten. (Als letzten Punkt möchte ich noch… / Bevor ich zum Ende komme, fasse ich zusammen… / Zum Schluss…)

 

  • Wiederhole und fasse deine Kernaussagen zusammen (Ihr habt erkannt, dass erstens…, zweitens…, drittens…), ziehe ein Fazit und platziere deine Botschaft.

 

  • Stelle einen Bezug zu den Interessen, Wünschen, Problemen deiner Zuhörer her. Menschen fragen sich immer, was es ihnen selbst nützt, warum sie sich das anhören oder jetzt ein Produkt kaufen sollten. Beantworte ihnen diese Frage. Was bedeutet das Gehörte für sie (persönlich, beruflich, gesundheitlich etc.)?

 

  • Gib einen Ausblick oder eine Prognose (Auch in Zukunft… / In Veranstaltung X, bekommst du alles über… / In zwei Monaten werde ich … / In den nächsten Jahren wird sich…)

 

  • Gib deinem Publikum einen Appell oder eine Handlungsaufforderung mit. Die Marketing-Menschen nennen das „Call to Action“; kurz: CTA. Was sollen die Menschen (jetzt) tun? Wo sollen sie klicken, buchen, lesen, kaufen, holen, drüber nachdenken… Selbst wenn du denkst, das es klar ist, dass du als Selbständiger etwas verkaufen willst… Sag es den Menschen nochmal, denn dann werden sie es eher tun. Bitte vergiss den CTA nie.

 

  • Bedanke dich für das Interesse, die Zeit, die Fragen (und wenn es wirklich passt auch für die Aufmerksamkeit – bitte ohne Power-Point-Folie).

 

  • Wo findet man dich? Nutze am Ende auch nochmal die Gelegenheit deine Webseite, deinen Instagram oder YouTube-Kanal zu nennen. Nenne jedoch nicht alle deine Kanäle, denn das können sich Menschen dann auch wieder nicht merken.

 

  • Mache die Sache rund. Greife deinen Einstieg wieder auf. Hast du am Anfang einen starken Satz benutzt, greife ihn wieder auch. Hast du am Anfang eine persönliche Story erzählt greife die Botschaft nochmal auf. Hast du sprachliche Bilder genutzt, mach eine Klammer drum.

 

  • Hinterlasse ein positives Gefühl. Selbst, wenn alles nach Arbeit klingt… Motiviere. Vielleicht hast du eine Idee, wie es gehen könnte oder Tipps, die zum Gelingen beitragen. Mit Humor kannst du die Stimmung auf jeden Fall positiv beeinflussen oder die Dinge erleichtern. Lächeln ist auch sehr hilfreich.

 

 

Die Q&A und die Fragen nach den Fragen

Häufig höre ich nach Vorträgen bei live Veranstaltungen oder in Webinaren, die eigentlich schon zu Ende sind: „Gibt es noch Fragen?“

Was tun, wenn keine Fragen mehr gestellt werden? Als Redner oder Rednerin stehst du dann etwas blöd und ziemlich allein da.

Oder… Du kannst eine Frage nicht beantworten. Willst du diesen Eindruck hinterlassen? Sicher nicht.

Oder… Es kommen tausend Fragen. Und Fragen, die alle so weit weg vom eigentlichen Thema führen und neue Fässer aufmachen, dass du viele Seile brauchst, um dich wieder zurück zu hangeln. Und dann schreien Einige innerlich ‚Nein!‘ und wollen lieber fertig haben.

 

Der Tipp, wie du eindrucksvoll Präsentationen beenden kannst mit einer Q&A

Stelle diese Frage nicht, nachdem du deinen Vortrag beendet hast. Lass Fragen bereits zwischendurch zu. Passen sie gerade nicht, notiere sie auf einem „Themenspeicher“ (vielleicht ein Flipchart oder Moderationskarten) und komme NACH dem Hauptteil und VOR dem eigentlichen Ende darauf zurück. Dann dürften keine Fragen mehr offen bleiben, bevor du zum Abschluss kommst und dein Finale ansteht.

Und wenn das nicht geht, dann machst du nach der Fragerunde halt nochmal ein eindrucksvolles Ende – in abgespeckter Version.

 

 

Applaus Applaus Applaus

Ende. Weg. Halt! Das fluchtartige Verlassen der Bühne oder hektische Ausknipsen der Kamera ist ein absoluter Wirkungskiller. Viele machen das. Leider. Beobachte das mal. Und mach es anders. Hole dir deinen Applaus ab. Das ist dein Lohn. Du standest sowieso schon die ganze Zeit im Mittelpunkt. Auf diese paar Sekunden kommt es nicht mehr an. Aus Erfahrung weiß ich: Das tut sooo gut. Hinter der Kamera kannst du dir das sicher auch vorstellen, wie deine Fans am Bildschirm toben.

Also: Bleibe unbedingt und schaue dein Publikum oder die Kamera an. Und dann: Genießen. Genießen. Genießen.

 

Ob offline oder online… So wie eine gute Rede beginnt, sollte sie auch enden. Der beste Eindruck passiert nicht zufällig. Er braucht Vorbereitung. Denn er wirkt. Wollen wir nicht alle eine bleibende Erinnerung an uns schaffen – natürlich ein positive?

Hab immer einen starken Abschluss!

Bianca

 

Bild: depositphotos

 

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