Kann ich dir vertrauen? Klar. Auch durch die Texte auf deiner Webseite? Mhmmm … Ist ja nur Text. Ja, aber … deine Webseitentexte sind meist der erste Kontaktpunkt zu neuen Kunden. Und die haben dafür große Antennen. Menschen sind vorsichtig in diesem Internet. Und wenn sie dir nicht vertrauen, dann klicken sie bei der Konkurrenz.

Wie im echten Leben kannst du mit einzelnen Worten auf deiner Webseite Vertrauen gewinnen – Beziehungen aufbauen. Die folgenden 7 Schlüssel helfen dir, deine Texte auf Vertrauenswürdigkeit zu checken. Deine potenziellen Kundinnen machen das auf jeden Fall.

Mit Texten auf deiner Website Vertrauen gewinnen

 

Wieso du mit den Texten auf deiner Webseite Vertrauen gewinnen kannst – oder nicht

Worte wirken. Sie gehen unter die Haut. Wenn sie „für unter die Haut“ geschrieben werden. Leider klingen viele Webseitentexte wie Pressemitteilungen. UN-emotional. Sachlich.

Die Texte auf deiner Webseite brauchen aber Gefühle und Menschliches. Denn sie müssen deine Besucher „unter der Haut“ erreichen, um Vertrauen aufzubauen. Deine Leserinnen sind nämlich ziemlich vorsichtig in diesem Internet.

Neben der Frage ‚Ist das was Tolles für mich?‘ ploppt in ihrem Gehirn nämlich immer und ziemlich sofort die zweite Frage auf: ‚Kann ich dir vertrauen (oder bist du nur heiße Luft)?‘.

Wir haben sicher alle schon komische oder sogar blöder Erfahrungen mit Online-Angeboten gemacht. Der Vertrauen-Sensor ist deswegen ganz schön auf Empfang

 

 

Wenn Vertrauen so wichtig ist, wie kannst du es gewinnen?

Mit deinem Marketing, speziell mit Texten auf deiner Website auch noch?

Die gute Nachricht: Vertrauen entsteht zu einem großen Teil über Kommunikation. Über Worte. Und davon kannst du ja eine Menge auf deiner Webseite unterbringen. Und bei vielen kannst du „zwischen den Zeilen“ oder ganz offensichtlich die Vertrauens-Komponente „spielen“ (und ehrlich meinen natürlich).

Mit den folgenden 7 Schlüsseln bekommst du jetzt Tipps, damit du mit deinen Webseitentexten eine Beziehung aufbauen und Vertrauen gewinnen kannst. Und aus Besucherinnen Kunden machst.

 

 

7 Schlüssel für deine Webseitentexte, mit denen du mehr Vertrauen gewinnst

 

1 | Erstmal das Offensichtliche … Autorität von „Amts wegen“

Bist du Ärztin, dann hab auf deinen Fotos einen weißen Kittel an. Ist jetzt kein Text, aber Bilder sagen ja auch mehr als tausend Worte. Als Trainerin, Berater, Coach hast du sicher gute Weiterbildungen und dafür Zertifikate. Ja, nutze sie (in Maßen). Wir Germans finden das cool und machen gedanklich einen Vertrauens-Haken dran.

Lass deine Aus- und Weiterbildungen auch im Über-mich-Teil, deinen Produktseiten oder mindestens auf deiner Über-mich-Seite erscheinen. Auch wie lange du das schon machst, ist ein Autoritäts-Parameter.

Ich weiß, das sagt eigentlich nichts aus, denn Wissen und Können sind zwei Paar Schuhe. Aber wenn du es schon hast (und sicher viel Zeit und Geld dafür investiert), dann nutze das im Marketing auch (bis auf dein Seepferdchen natürlich).

 

 

2 | Zeig, was du kannst. Mehrwert durch Content.

Spätestens bei diesem Schlüssel kannst du deine Zertifikate und Abschlüsse auch beweisen, um Vertrauen aufzubauen. In Form von Expertise.

Gerade die Vorsichtigen haben einen sensiblen Bullshit-Radar und checken genau, ob du auf deiner Website nur heiße Luft versprichst. Sie lesen genau – zwischen den Zeilen. Und sie freuen sich, wenn sie z. B. einen Blog von dir finden … oder Case Studys oder Content auf deinen Social-Media-Kanälen. Liefere Mehrwert mit Tipps und Strategien und zeige damit deine Expertise. Davon hast du sicher genug.

Jetzt brauchst du nicht zwingend einen Blog. Denn auch auf deinen Produkt- und Angebotsseiten kannst du Expertise unterbringen. Zeig mir da, wie ich z. B. das Ergebnis deines Online-Kurses erreiche, was ich lerne. Oder wieso dein Workbook die Lösung für mich ist. Kommuniziere auch blinde Flecken deiner Kunden.

Und hast du ein eigenes System oder eine Methode entwickelt, dann zeig sie voller Selbstvertrauen zusammen mit den Ergebnissen. Fett.

 

 

3 | Haltung und Mut tut Vertrauen gut

Das ist etwas, was ich selten sehe – und vermisse. Klare Kante. Klartext. Und natürlich willst du niemanden vor den Kopf stoßen und vergraulen. Aber willst du mit allen arbeiten? Willst du mit Menschen arbeiten, die nur Weichspüler vertragen? Sicher nicht.

Um Haltung und Gefühle zu zeigen, brauchst du natürlich Mut und Gelassenheit. Selbstvertrauen auch.

Es lohnt sich. Menschen wollen Personen mit Haltung. Mutige bekommen eher Aufmerksamkeit als Langweiler. Und an Personen mit klarer Kante erinnern wir uns. Einheitsbrei gibt es im Marketing nämlich genug.

Sei transparent und gib Einblicke in deine Gedanken. Vielleicht gehst du mit deinen Kollegen nicht dacore. Schreib darüber. Wenn du mit deinen Website-Texten Vertrauen gewinnen willst, dann zeige deine Irrwege, Fehler und Learnings. Das kannst du in deinem Marketing überall unterbringen.

 

STARK mit WORTEN Tipps und News by Bianca

 

 

4 | Die ultimative Lobhudelei. Oder: Wie du mit Social Proof Vertrauen gewinnst

Königsklasse. Warum? Sicher liest du auch Amazon-Bewertungen (komm, das machen alle, die dort bestellen). Ich habe vor Kurzem einen Orthopäden gesucht. Hab ich den genommen, der bei mir um die Ecke ist? Neee, ich fahre lieber durch die ganze Stadt, weil ich die Bewertungen überzeugender fand und ein gutes Gefühl hatte. Oder anders gesagt: Überhaupt Bewertungen gefunden habe.

Warum funktionieren Testimonials so gut, um online Beziehungen aufzubauen und Vertrauen zu gewinnen?

 

Drei Dinge machen Bewertungen, Feedbacks, Referenzen im Marketing wertvoll:

  • Viele Online-Angebote sind vergleichbar. Wie soll ich mich für das Sicherste entscheiden? Social Proof hilft deinen Kunden, ein Gefühl für deine Arbeit zu bekommen und eine Entscheidung zu treffen. Für dich im besten Fall.
  • Ja, wenn es alle machen … du kennst das. Je mehr Leute etwas machen und davon begeistert sind, umso plausibler, besser, hilfreicher … scheint es.
  • Und dann noch das, was wir aus Bewertungen herauslesen: Wie ticken die Leute, die Kurs XYZ schon mal gekauft haben? Sind die mein Gusto? Wir suchen nach Ähnlichkeiten, Gefühlen und damit Zugehörigkeit. Und das sollte passen. Matchen, wie du gleich erfährst.

 

 

5 | Haben wir ein Match?

Bei Tinder wischt man nach rechts. Hoffentlich nachdem man sich über die Vorlieben und Abneigungen informiert hat (und nicht nur wegen des schicken Bildes).

Grundsätzlich möchten wir uns in Beziehungen wohlfühlen; Vertrauen haben. Auch wenn wir miteinander arbeiten. Da will ich schon wissen, welche Werte du vertrittst, was du magst, blöd findest … wie du tickst. Verrate mir was über dich – als Person neben deinem Thema. Allerdings kein oberflächliches Blabla, sondern auch mal was Spezielles und Relevantes. Damit ich bei dir andocken kann. Vertrauen aufbauen kann.

Vergleiche mal:

  1. Ich tanze gerne.
  2. Ich tanze gerne Lindy Hop. Im Sommer am liebsten draußen.

Beim 2. Satz lerne ich dich viel besser kennen. Wäre ja blöd, wenn du Walzer im schicken Saal tanzt und ich draußen Lindy Hop. Kein Match.

Dieser Schlüssel ist natürlich prädestiniert für deine Über-mich-Seite. Tobe dich da aus. Spezifisch.

Neee, auch nicht einfach nur so deine Werte aufzählen. Achtung, denn das kommt auf den Bullshit-Radar deiner Webseiten-Besucher. Erzähle sie als Anekdoten und kleine Storys. Dann ist das Ganze auch begreifbarer und vertrauenswürdiger. Und ich erkenne leichter, ob wir ein Match haben.

 

 

6 | Sei nahbar und auch mal nett

Etwas über dich und dein Leben zu erzählen, ist jedoch nur die halbe Miete, um Vertrauen aufzubauen. Sei dabei nahbar. Wenn du sprachliche Hindernisse baust, dann matchen wir auch nicht. Schreib in der Sprache und im Wording deiner Zielgruppe. Nimm Storys, mit denen sie sich identifizieren können.

Stell dich auch nicht 20 Stufen höher, denn wie fühlen sich deine Leser dann?

Und klar bist du weiter als deine Kundinnen … Aber sollen sie das mit einem so großen Unterschied spüren? Vertrauen und Beziehung entsteht auf Augenhöhe. Worte gehen unter die Haut – und da auch nicht so schnell wieder weg.

 

Außerdem …

Mach Komplimente. Auf allen deinen Webseiten passen die hier und da mit kleinen „Nebensätzen“ rein:

  • Menschen wie du haben schon so viel XYZ gemacht/ investiert/ …
  • Du hast es jetzt wirklich verdient, dass … passiert.
  • XYZ kannst du dir wegen deiner Erfahrung sicher aus dem Ärmel schütteln und jetzt fehlt nur noch der letzte Schritt.

 

Stärke das Selbstvertrauen und hebe die Stärken deiner Zielgruppe hervor. Schreibe sie in deine Texte rein.

Wenn Menschen gerne bei dir auf der Homepage sind und dich sympathisch finden, dann suchen sie weniger nach Alternativen auf anderen Seiten – oder vergleichen Preise. Sie haben ja schon eine „Art Beziehung“ zu dir aufgebaut.

Dann rufen sie dich auch eher an, wenn …

 

 

7 | Optik und Funktionalität – mal ganz nüchtern

Finde ich schnell deine Telefonnummer oder einen anderen Kontaktweg? Hast du alles gut und verständlich „ausgeschildert“? Wäre ja blöd, wenn ich denke, du bist genau richtig, weil du es drauf hast und ich dich sympathisch finde, doch dann ist der Weg zu dir holprig oder verschüttet.

Menschen sind schnell genervt, wenn sie nicht das finden, was sie suchen. Wenn Buttons nicht funktionieren, etwas anderes finden, als der Button verspricht oder sie sich den Wolf klicken.

Das gibt dann leider große Abzüge beim Vertrauen. Hey, die hast du dir mit den anderen 6 Schlüsseln ordentlich aufgebaut und dann … Mach das gut. Lass deine Oma checken, ob sie den richtigen Weg zu dir findet. Beschreibe die Wege verständlich und klar.

Und angefangen habe ich mit dem Offensichtlichen. Damit ende ich auch. Sichtbar sind auch Bilder. Und Bilder sagen mehr als tausend Worte. Schaust du mich auf einem Bild auch mal an? Finde ich überhaupt Bilder von dir? Nein, mit einem schicken Logo kannst du keine Beziehung aufbauen und Vertrauen gewinnen.

 

 

Das Gesamtbild deiner Webseite weckt Vertrauen – oder nicht

Du hast jetzt 7 Schlüssel, mit denen deine Webseite, sogar dein ganzes Marketing und du selbst Vertrauen aufbaut. Schnapp und check einzelne Tipps und formuliere deine Texte eventuell um. Schreibst du neu, dann habe auf dem Schirm, wie du online Beziehungen aufbauen kannst und Vertrauen über deine Website gewinnst.

Jetzt brauchst du auch nicht krampfhaft alle Vertrauens-Schlüssel „spielen“. Schau, was zu dir, deinem Business und deiner Zielgruppe passt.

 

Passen. Nächstes Stichwort. Alles muss zusammenpassen und ein stimmiges Gesamtbild ergeben. Vertrauen verlierst du nämlich auch schnell, wenn Menschen verwirrt werden. Wenn du zum Beispiel in deinem Werten über Freiheit schreibst und deine Texte wie ein Korsett klingen und Enge versprühen. Und wenn ich auf deinem Social-Media-Kanal nur lustiges Geschreibsel finde und auf deiner Webseite alles todernst geschrieben ist.

Worte wirken. Immer auch zusammen. Auch kanalübergreifend.

 

Brauchen die Texte auf deiner Webseite einen neuen Schliff? Oder fehlt dir der Angang sie überhaupt zu texten? Oder dein ganzes Marketing ruft

… dann sprechen wir am besten mal >, denn Andere sind in diesem Internet auch und nur einen Klick entfernt. Vielleicht kann ich dich unterstützen, denn schlechte oder gar keine Texte kann sich ein gutes Business heute nicht mehr leisten.

Alles Liebe,

Bianca

Bild: depositphotos.com

 

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